Klaus Georg Seidel – kurz “Georgie”

Das Interview fing schon lustig an, denn Georgie drehte erstmal den Spieß um und interviewte uns. Ein Spaßvogel, wie wir ihn kennen, um keine Frage oder Antwort verlegen. Aber lesen Sie selbst – Vieles wird Sie überraschen, denn viele Antworten haben auch uns zum Staunen gebracht.
Auf die Frage, welche Intention dahinter steckte, ein Brillengeschäft auf Ibiza zu eröffnen und wie es überhaupt zu dieser Idee kam, entstand erstmal ein großes Staunen und irgendwie passt diese Story aber auch wieder total zu Georgie. Wir haben uns aufgrund der vielen kleinen und interessanten Geschichten, die sich aus dem Gespräch heraus ergaben, entschieden das Interview mit einem “Rückblick” in Georgies früheres Leben zu beginnen. Daraus ergeben sich viele Antworten auf unsere Fragen, die wir stellen wollten.
Und zu Beginn gleich die erste Überraschung: unser Georgie ist die ersten 10 Jahre in Thailand aufgewachsen, da sein Vater im Königshaus arbeitete, dann allerdings umschwengte ins Brillen Business und das so erfolgreich betrieb, dass er vor einiger Zeit 21 Läden verkaufen konnte. Also wurde es Georgie irgendwie doch mit auf den Weg gegeben, das Optiker Dasein einzuschlagen und so hat er brav seine Ausbildung zum Augenoptiker beendet, ehe er wild und hemmungslos durch die Robinson Clubs der Welt (Hawaii, Südamerika…) jettete. Nebst Animatuer, jetzt wissen wir auch woher er seine große charmante Klappe hat, war er der gefragteste Surfleher, denn Surfen war sein großes Hobby! Dies betrieb er überaus erfolgreich, so dass er den ein oder anderen Cup u.a. in Ägypten mehrmals gewann. Irgendwann war es dann aber an der Zeit, etwas Bodenständigeres zu tun und darum entschied er sich, nachdem er eine Anzeige in der FAZ gelesen hatte, sich ein Optikergeschäft auf den Balearen unter den Nagel zu reissen. Diese Odysee begann als eine harmlose Reise am Schalter des Frankfurter Airports. Mit 15 Surfbrettern beladen wollte er vor 15 Jahren einen Flug auf die Balearen buchen. Die freundliche Dame am Schalter fragte höflich wohin und Georgie antwortet keck: ”Nach Fuerteventura!” Nachdem dieses klitzekleine issverständnis aufgeklärt worden war, a) dass Fuerteventura auf den Kanaren liegt und b) die Balearen 4 Inseln bieten, landete er auf Ibiza. Dort angekommen stürmte er direkt in den Laden, ehemals” Conguistador” genannt und war begeistert. Der Laden schien zu brummen, es schien als sprechen alle deutsch auf Ibiza, was Georgie gut gefiel, denn er konnte kein einziges Wort spanisch. Der Kauf war für ihn beschlossene Sache und kurze Zeit später war der Vertrag unterschrieben. Leider war der Verkäufer ein Betrüger und der Laden gehörte dem “Verkäufer”nicht. Doch George lies sich nicht unterkriegen und kämpfte um sein Recht, so dass er heute mit Stolz auf seinen Laden “Optica La Mar” blicken darf. Nach weiteren turbulenten Jahren insbesondere im Nachtleben hier auf Ibiza, in denen er kräftig und viel feierte, fand Georgie seine große Liebe: Julia. Mit ihr hat er heute zwei gemeinsame Kinder und pflegt das Familienleben. Klingt fast ein bisschen wie im Märchen, nur dass hier die Prinzessin den Prinz gerettet hat und sie seitdem gücklich und zufrieden leben.
Nun kennen Sie den Backround von Georg Seidel und werden sicherlich das ein oder andere Mal schmunzeln, wenn Sie im begegnen.

Wir wollten aber noch mehr wissen zur aktuellen Situation und besonders über das Sein und Wesen des heutigen Georgie.
Auf die Frage wohin der Trend bzgl. Sunglasses auf Ibiza geht antwortet er ganz ehrlich,dass es immer ein 50/50 Chance ist. Seiner Meinung nach, darf man nicht nur danach gehen, was sogenannte Stars tragen, sondern insbesondere an die Kunden auf Ibiza denken und mittlerweile hat er ein ganz gutes Auge dafür. Es gibt Stücke, die muss man haben, aber er bevorzugt auch Marken, die nicht nur einen Sommer im Trend sind, sondern die Qualität und Klasse haben. So z.B. Maui Jim die optimale Brille, wenn man hier lebt und arbeitet, denn den Lichtwechsel merkt man kaum. Andererseits muss es auch Hammer-Brillen in seinem Laden geben, denn manche Kundin will Ausgefallenes, Extravagantes.
Wir kamen damit auch zur nächsten Frage, denn es gibt sowohl ”rich people” als auch Kunden mit Understatement im Optica La Mar. “Was war für Dich der schönste, tollste und beste Brillenverkauf, bzw. der damit verbundene Moment?” Georgies Antwort: “neulich wurde ich eingeladen, nachdem einer meiner Kunden 3 Stunden am Samstagnachmittag auf mich vor meinem Laden gewartet hat, mit ihm zu kommen. Ich zierte mich erst, denn so sicher war ich mir nicht, was der freundliche aber bestimmende Scheich von mir wollte. Als ich im Insotel ankam, war ich überwältigt, denn einer der Könige von dort, überreichte mir ein Geschenk mit den Worten: Danke für Deine aufmerksame Freundlichkeit und Beratung! Nach diesen Worten verschwand er wieder und ich war entlassen. Dabei hätte ich mich wohl eher bedanken müssen, denn immerhin hat seine Entourage mehrere Brillen im Optica La Mar gekauft.”
Eine für uns sehr wichtige Frage: lässt sich dieser Job mit Familie verbinden, denn im Sommer, wenn Dein Sohn Ferien hat, ist für Dich die beste “Season”? (Anm. der Redaktion: Georgie ist uns ja nun als Familienmensch bekannt) Ja und Nein – ich nehme mir soviel Zeit wie möglich für die Familie, denn sie sind mir das Wichtigste! Ein sehr guter Freund meines Sohnes ist fast den ganzen Sommer über hier und wird von dessen Familie immer mit an den Strand genommen, aber auch wir versuchen unsere Kinder immer mit einzubeziehen und ihnen viel Zeit zu widmen.
Damit waren wir bei der nächsten Frage, die sich auch um seine Kinder dreht: Wo stellst Du Dir die schulische Laufbahn Deiner Kinder vor, Deutschland, Spanien oder Ibiza? “Diese Frage beschäftigt mich schon seit Längerem, denn unsere Tochter ist 14 und wir muessen uns nun entscheiden was wir mit ihr machen. Sie ist äußerst begabt und die Beste in ihrer Klasse. Unser Freund Uli hat da ja auch ein Wörtchen mitzureden und ihm wäre es am liebsten in Deutschland, am Besten natürlich in München.”
Du darfst ein persönliches Wappen entwerfen, welche Symbolen müssen unbedingt darauf? Nach einiger Zeit des Überlegens, hatte Georgie sein Wappen entworfen: Die Insel Ibiza, beschützt von einer Taube (O-Ton: eigentlich mag ich diese Viecher nicht). Wir merkten dabei, wie sehr ihm diese Insel am Herzen liegt und wieviel ihm dieses beschützte Leben hier bedeutet.
Blauer Denim, roter Samt, schwarzes Leder: welche Kombination verdient den Titel „the most sexy“? Die Frage hätte wir uns sparen können (Anm. der Redaktion), denn die Antwort lautete wie zu Erwarten war: schwarzes Leder!
Was bedeutet für Dich en vogue zu sein? Ein harmonisches Gesamtbild in Kleidung, Sein und Wesen abzugeben. Authentisch und schick. Nicht jeden Trend mitmachen, sondern seinen eigenen Stil leben.
Dieses Jahr feiert Georgie seinen 50. Geburtstag und auf die Frage wie seine Zukunftspläne aussehen und ob er einen Traum hat, antwortete er: Diesen Tag möchte ich gerne mit meinen Freunden, der Familie und lieben Bekannten feiern, das ist mein großer Wunsch. Man könnte fast meinen dieser Mensch sei zur Ruhe gekommen und ruht in sich.
Wir wünschen Dir, Georgie, alles Gute für die Zukunft und vorallem, dass Du so bleibst, wie wir Dich kennen: charmant, witzig, unterhaltsam und zugleich sorgend und sensibel!
Wir müssen gestehen, dass wir viele kleine Details, die uns brennend auf der Zunge liegen, hier nicht veröffentlicht haben. Aber wer weiss, am 7. Oktober ist ja der 50. Geburtstag von Georg, den wir alle mögen, denn er hat seine ganz besondere spezielle Art. Alles Gute für die Zukunft wünscht Dir SCALA Ibiza und ein dicken Knutscher von Miss SCALA.





















